Artenschutz durch Habitatmanagement: Der Mythos von der unberuhrten Natur

Artenschutz durch Habitatmanagement: Der Mythos von der unberuhrten Natur

By: Werner Kunz (author), Josef H. Reichholf (author)Hardback

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Contents

Prolog: Schutz seltener Arten ein neuer Ansatz ist dringend geboten XI Vorwort XV Literatur XXI 1 Einfuhrung: Seltene Arten und naturnahe Biotope in Mitteleuropa 1 1.1 Vorbemerkung 1 1.2 Ein Pladoyer fur das Offenland 3 1.3 Mitteleuropa ist nicht Brasilien: ein Pladoyer fur technisches Biotopmanagement 9 Literatur 11 2 Ein Blick zuruck in die verlorene Landschaftsstruktur der Vergangenheit 13 2.1 Der Artenreichtum fruherer Biotope 13 2.2 Der Ruckgang der Biomasse in Mitteleuropa 16 2.3 Verlorene Landschaftsstrukturen wo sind sie heute noch zu finden? 17 Literatur 20 3 Was will der Naturschutz: saubere Luft, Unberuhrtheit, seltene Arten haufigmachen? 21 3.1 Was ist Natur?Was ist Naturschutz? 21 3.1.1 Was ist Natur? Natur ist das, was nicht vomMenschen geschaffen oder gestaltet wurde 21 3.1.2 Was ist Naturschutz? Fur wen soll die Natur geschutzt werden? 24 3.1.3 Was ist Naturschutz? Vor wem soll die Natur geschutzt werden? 28 3.2 Welche Arten sollen geschutzt werden? 31 3.2.1 Erste Moglichkeit: Es sollen in einem Gebiet nur die Arten geschutzt werden, die dort einen wesentlichen Anteil ihres weltweiten Vorkommens haben 32 3.2.2 Zweite Moglichkeit: Es sollen nur die Arten gefordert werden, die ursprunglich, also heimisch sind 33 3.2.3 Dritte Moglichkeit: Es sollen die Arten gefordert werden, die fur den Naturhaushalt oder den Menschen eine Bedeutung haben 38 3.2.4 Vierte Moglichkeit: Ziel des Artenschutzes und der Biotoppflege sollte sein, ein Maximum an Arten zu erreichen 42 3.3 Trennung der Begriffe Umweltschutz, Naturschutz, Artenschutz und Tierschutz 45 3.3.1 Naturschutz, Umweltschutz und Artenschutz sind nicht dasselbe 45 3.3.2 Tierschutz und Artenschutz sind nicht dasselbe 52 3.4 Falsch verstandener Naturschutz Kampf an falschen Fronten 55 3.4.1 Welche Bedeutung hat der Kampf gegen den Klimawandel fur die mitteleuropaischen Arten? 55 3.4.2 Bringt uns der Apfelsaft denWendehals zuruck? 57 3.4.3 Sammel- und Fangverbote, eine Ablenkung von den wesentlichen Ursachen des Artenschwundes 59 3.5 Was sind Naturschutzgebiete? 63 3.5.1 Viele Naturschutzgebiete in Mitteleuropa sind Gebiete, die vor der Natur geschutzt werden mussen 64 3.5.2 Flughafen als Refugien fur bedrohte Arten 67 3.5.3 Die Renaturierung der Tagebauflachen, eine Zerstorung der Lebensraume seltener Arten 69 3.6 Der Schutz der einen Art ist der Tod der anderen Art 72 3.6.1 Der Konkurrenzkampf der Arten gegeneinander um die Ressourcen 73 3.6.2 Die fruhere Bewertung der Arten nach ihrer Nutzlichkeit fur den Menschen 75 3.6.3 Regulierende Eingriffe in Tierbiozonosen zur Rettung gefahrdeter Arten durch Beseitigung der konkurrierenden Arten 77 3.7 Wer totet mehr Vogel die VogelfangerWesteuropas und des Mittelmeers oder unsere Hauskatzen? 80 3.7.1 Wie viele Vogel werden von Katzen getotet? 82 3.7.2 Die Totung der Zugvogel durch Jagd und Netze von Frankreich bis Agypten 84 3.7.3 Der Hauptschaden, den die Jager anrichten, liegt nicht darin, dass sie die Tiere toten, sondern dass sie die Tiere scheu machen, sodass viele Biotope in Menschennahe nicht besiedelt werden konnen 87 3.7.4 Die hohe Vermehrungsrate der Organismen 90 Literatur 92 4 Ziele, Inhalt und Grenzen der Roten Listen der gefahrdeten Arten 97 4.1 Ziele und Entstehung der Roten Listen der gefahrdeten Arten 97 4.2 Die Einstufung bedrohter Arten in Gefahrdungskategorien 107 4.2.1 Gefahrdungskategorien und Einstufungskriterien 107 4.2.2 Statuskategorien: regelmassig vorkommende Arten, unregelmassig auftretende Arten und Neobionten 112 4.2.3 Die Bedeutung der Bestandstrends am Beispiel der deutschen Roten Listen 114 4.2.4 Harmonisierung der IUCN-Kriterien mit den Einstufungskriterien der regionalen Roten Listen 116 4.3 Die nationale Verantwortlichkeit fur bestimmte Arten 117 4.3.1 Was in einem Land eine behutete Seltenheit ist, ist anderswo haufig 117 4.3.2 Das Vorkommen einer Art gliedert sich in Kernareal und periphere Randzonen 119 4.4 Arten oder genetisch isolierte Populationen Was soll geschutzt werden? 122 4.4.1 Was sind Arten ? Die letzte Entscheidung trifft der Mensch 123 4.4.2 Die Barcode-Taxonomie: Konflikt zwischen Anwendung und theoretischer Grundlage 125 4.4.3 Der Schutz von evolutionar signifikanten Einheiten statt Arten 128 Literatur 134 5 Veranderungen im Bestand der Vogel und Tagfalter in Mitteleuropa und in Deutschland 137 5.1 Veranderungen im Bestand der Vogel in Deutschland 137 5.1.1 Die kurzfristige Zunahme mancher Vogelarten beruht auf der Einstellung der Verfolgung, die Abnahme vieler Vogelarten beruht dagegen auf dem Schwund ihrer Lebensraume 137 5.1.2 Die abnehmenden Rote-Liste-Vogel sind fast ausschliesslich die Vogel des Offenlandes 141 5.2 Veranderungen im Bestand der Tagfalter in Mitteleuropa 144 5.2.1 Die Anteile Deutschlands und Europas an den weltweiten Verbreitungsarealen der Tagfalter 144 5.2.2 Der drastische Ruckgang der Tagfalter in Deutschland und in Mitteleuropa 146 5.2.3 Die fur die Tagfalter positiven Folgen der Klimaerwarmung werden von den negativen Folgen der Lebensraumvernichtung unterdruckt 150 5.2.4 Viele Tagfalter in Mitteleuropa benotigen Graslander oder Lichtwalder, die nicht naturnah sind 151 Literatur 153 6 Die besondere Situation der Arten in Mitteleuropa 155 6.1 Mitteleuropa ist kein Naturland 155 6.1.1 DerWechsel vonWald und Steppe fuhrte in Mitteleuropa zu Aussterbewellen und zur Neueinwanderung der Arten 155 6.1.2 Das Verschwinden der Grosstiere am Ende des Pleistozans 160 6.1.3 Die Ausbeutung der Natur in der Vergangenheit schuf die Offenlander und den Artenreichtum Mitteleuropas 162 6.1.4 Was ist die naturliche Fauna und Flora in Mitteleuropa? Konsequenzen fur den Naturschutz 167 6.2 Werden in Mitteleuropa bedrohte Arten durchWaldnationalparks gerettet? 171 6.3 Stickstoff erstickt die Biodiversitat in Mitteleuropa 177 6.4 Die Rettung vieler Rote-Liste-Arten in Mitteleuropa erfordert technische Eingriffe in die Natur 182 6.4.1 Unberuhrte Habitate im Vergleich zu Habitaten mit storenden Eingriffen 183 6.4.2 Die Tiere der Agrarflachen sind verloren: land sparing vs. land sharing 186 6.4.3 Eine Zukunft fur den Artenschutz: technisch manipulierte Habitate 189 6.5 Goldregenpfeifer, Uferschnepfe und Grosstrappe als Kulturfolger in Mitteleuropa 195 6.5.1 Der Goldregenpfeifer, ein Vogel der Schafweide und der teilentwasserten Hochmoore im nordlichenMitteleuropa 195 6.5.2 Das Vorkommen der Uferschnepfe im heutigenWest- und Mitteleuropa hat mit Naturnahe nichts zu tun 199 6.5.3 Die Grosstrappe in Mitteleuropa: vom haufigen Ackerschadling zum aussterbenden Vogel 201 Literatur 209 7 MythosWald 215 7.1 Warum lieben die Deutschen denWald so sehr? Der Ursprung des Menschen liegt doch in der Savanne 215 7.1.1 DerWald nimmt im Bewusstsein der Deutschen eine Sonderstellung ein und wird mit Natur gleichgesetzt 215 7.1.2 MitteleuropasWalder sind nicht naturlich 217 7.1.3 MitteleuropasWalder in den Augen der Dichter und der deutschen Nationalisten 219 7.1.4 MitteleuropasWalder sind nicht besonders artenreich 221 7.2 Der Eingriff des Menschen in die mitteleuropaischenWalder in der Jungsteinzeit und Bronzezeit 223 7.2.1 Das prahistorische Siedelwesen in der Jungsteinzeit und Bronzezeit veranderte dieWalder tief greifend 224 7.2.2 Die prahistorischen Siedler wechselten ihreWohnsitze in kurzen Zeitabstanden und zerstorten MitteleuropasWalder auf grossen Flachen 228 7.2.3 Erhaltung der Natur kann nicht die Begrundung fur den Schutz mitteleuropaischer Buchenwalder sein 230 7.2.4 Prahistorische Eingriffe des Menschen in die Tropenwalder 232 7.3 DerWald in Mitteleuropa von der Romerzeit bis in die Neuzeit 234 7.3.1 Der mitteleuropaischeWald in der Romer- und Karolingerzeit 234 7.3.2 Die dauerhafteWaldvernichtung in Mitteleuropa vom Fruhmittelalter bis ins 19. Jahrhundert 236 7.3.3 Der Artenreichtum in der zerstorten Landschaft bis ins 19. Jahrhundert 238 7.3.4 Die Aufforstung als Nationalideologie in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert 239 Literatur 241 8 Die Apokalypse des weltweiten Artensterbens 243 8.1 Wie viele Arten leben auf derWelt? 243 8.1.1 Die Unsicherheit uber das, was eine Art uberhaupt ist 243 8.1.2 UnterschiedlicheMethoden der Abschatzung der tatsachlich auf der Welt lebenden Arten 246 8.2 Gibt es heute ein weltweites Artensterben? 249 8.2.1 Deutschland ein Land der Vorsicht und Vorsorge gegenuber vermeintlichen Missstanden, die gar nicht oder nur selten auftreten 251 8.2.2 Die Lebensdauer der Arten und die funf grossenMassensterben der Arten in den letzten 500Millionen Jahren 253 8.2.3 Die Ausrottung vieler Arten durch den prahistorischen und den rezenten Menschen 255 8.2.4 Erleidet die Erde heute ihr sechstes Massensterben der Arten? 259 8.2.5 Widerspruchliche Zahlen und Skepsis am wirklichen gegenwartigen Massensterben der Arten 260 Literatur 264 Tafeln 267 Tiernamenverzeichnis 287 Stichwortverzeichnis 291

Product Details

  • ISBN13: 9783527342402
  • Format: Hardback
  • Number Of Pages: 314
  • ID: 9783527342402
  • weight: 750
  • ISBN10: 3527342400
  • language of text: German

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