Laien in der Philosophie des Mittelalters: Hinweise und Anregungen zu einem vernachlassigten Thema (Bochumer Studien zur Philosophie 14)

Laien in der Philosophie des Mittelalters: Hinweise und Anregungen zu einem vernachlassigten Thema (Bochumer Studien zur Philosophie 14)

By: Ruedi Imbach (author)Hardback

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Description

Die Frage nach der Laien in der Philosophie des spateren Mittelalters wurde bis jetzt kaum oder gar nicht thematisiert. Entweder beschrankte sich die philosophiehistorische Forschung auf die Erschliessung der Texte aus der gelehrten und universitaren Tradition des Philosophierens oder unterliess es, den Stand der Philosophierenden oder Adressaten zu berucksichtigen. Indessen zeigt bereits ein sehr oberflachlicher Blick auf die im spateren Mittelalter produzierten Texte philosophischen Inhalts, dass es sich lohnt, die Frage nach den "Laien" und ihrer Beziehung zur Philosophie aufzuwerfen: Es lasst sich in der Tat eine stattliche Zahl von Texten identifizieren, die fur Laien geschrieben worden sind. Nicht weniger bedeutsam sind jene Texte, die von Laien verfasst wurden. Es genugt, an Dante, Lull und Christine von Pisan zu erinnern. Sind diese Fakten fur die Philosophiehistorie belanglos oder eroeffnen sie den Zugang zu einer anderen Wahrnehmung der Philosophie im Mittelalter? In den funf Studien dieses Bandes wird dafur pladiert, dass es sich lohnt, die Frage nach dem Verhaltnis von Laien und Philosophie genauer zu untersuchen. Dank einer sehr reichhaltigen Dokumentation eroeffnet dieser Band den Zugang zu einer bisher voellig vernachlassigten Welt der mittelalterlichen Philosophie, von der die Philosophiegeschichte in Zukunft nicht mehr wird abstrahieren koennen. Mit gutem Recht kann hier von der Entdeckung eines anderen philosophischen Mittelalters gesprochen werden.

Contents

1. Vorwort; 2. I Philosophierende Laien im Mittelalter; 3. 1. Zum Begriff des Laien: Der Laie als Nicht-Kleriker; 4. 2. Der Laie als illitteratus; 5. 3. Klerikalismus und Antiklerikalismus; 6. 4. Neue Forschungsperspektiven; 7. 5. Laien als Adressaten philosophischer Texte; 8. 6. Ubersetzungen philosophischer Texte und volkssprachliche Kompendien; 9. 7. Laien als Verfasser philosophischer Texte; 10. 8. Dante und die Philosophie; 11. 9. Philosophierende Frauen; 12. 10. Die Rezeption von Texten; 13. 11. Vorlaufige Ergebnisse; 14. II Philosophie an Europaischen Furstenhofen (XIII. und XIV. Jahrhundert): Skizze einer Problematik; 15. A. Beispiele philosophischer Kultur an Furstenhofen; 16. B. Eigenart dieser philosophischen Kultur; 17. Schlussbetrachtung; 18. III Der unmogliche Dialog: Lull und die Pariser Universitatsphilosophie 1309-1311; 19. 1. Vom namenlosen Gegner zum christlichen Averroisten; 20. 2. Zur Deutung der Entwicklung; 21. 3. Zu den Quellen Lulls; 22. 4. Quod Deus non sit infiniti vigoris; 23. 5. Schluss; 24. Anhang: Die Pariser Schriften Lulls; 25. IV Dante und die Philosophie; 26. V consequens est, quod omnes habitantes terram debeant esse servi empticii ecclesie : Notizen zur Wiederentdeckung der politischen Philosophie im Mittelalter; 27. 1. Politischer Augustinismus; 28. 2. Die politische Bedeutung der Aristoteles-Rezeption; 29. 3. Entklerikalisierung der Wissenschaft; 30. 4. Autonomie der Politik; 31. Index der Personen aus Antike und Mittelalter; 32. Index der Personen ab 1600

Product Details

  • ISBN13: 9789060320594
  • Format: Hardback
  • Number Of Pages: 174
  • ID: 9789060320594
  • weight: 460
  • ISBN10: 906032059X
  • language of text: German

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