Logische Untersuchungen: Erster Band Prolegomena zur Reinen Logik (Husserliana: Edmund Husserl - Gesammelte Werke v. 18 2nd Revised edition)

Logische Untersuchungen: Erster Band Prolegomena zur Reinen Logik (Husserliana: Edmund Husserl - Gesammelte Werke v. 18 2nd Revised edition)

By: Edmund Husserl (author), Elmar Holenstein (author)Hardback

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6 werden kann, musste die Einsicht erwecken, dass das Quantitative gar nicht zum allgemeinsten Wesen des Mathematischen oder "Formalen" und der in ihm grundenden kalkulatorischen Me- thode gehore. Als ich dann in der "mathematisierenden Logik" 5 eine in der Tat quantitatslose Mathematik kennenlemte, und zwar als eine unanfechtbare Disziplin von mathematischer Form und Methode, welche teils die alten Syllogismen, teils neue, der Uberlieferung fremd gebliebene Schlussformen behandelte, gestalteten sich mir die wichtigen Probleme nach dem allgemei- 10 nen Wesen des Mathematischen uberhaupt, nach den naturlichen Zusammenhangen oder etwaigen Grenzen zwischen den Systemen der quantitativen und nichtquantitativen Mathematik, und spe- ziell z. B. nach dem Verhaltnis zwischen dem Formalen der Arithmetik und dem Formalen der Logik. Naturgemass musste 15 ich von hier aus weiter fortschreiten zu den fundamentaleren Fragen nach dem Wesen der Erkenntnisform im Unterschiede von der Erkenntnismaterie und nach dem Sinn des Unter- schiedes zwischen formalen (reinen) und materialen Bestimmun- gen, Wahrheiten, Gesetzen. 20 Aber noch in einer ganz anderen Richtung fand ich mich in Probleme der allgemeinen Logik und Erkenntnistheorie ver- wickelt. Ich war von der herrschenden Uberzeugung ausgegangen, dass es die Psychologie sei, von der, wie die Logik uberhaupt, so die Logik der deduktiven Wissenschaften ihre philosophische 25 Aufklarung erhoffen musse. Demgemass nehmen psychologische Untersuchungen in dem ersten (und allein veroffentlichten) B- de meiner Philosophie der Arithmetik einen sehr breiten Raum ein. {[A VII] Diese psychologische Fundierung wollte 11 mir in gewissen Zu- [B VII] sammenhangen nie recht genugen.

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Contents

1. Der Streit um die Definition der Logik und den wesentlichen Inhalt ihrer Lehren.- 2. Notwendigkeit der erneuten Erorterung der Prinzipienfragen.- 3. Die Streitfragen. Der einzuschlagende Weg.- Erstes Kapitel: Die Logik als Normative und Speziell als Praktische Disziplin.- 4. Die theoretische Unvollkommenheit der Einzelwissenschaften.- 5. Die theoretische Erganzung der Einzelwissenschaften durch Metaphysik und Wissenschaftslehre.- 6. Die Moglichkeit und Berechtigung einer Logik als Wissenschaftslehre.- 7. Fortsetzung. Die drei bedeutsamsten Eigentumlichkeiten der Begrundungen.- 8. Die Beziehung dieser Eigentumlichkeiten zur Moglichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftslehre.- 9. Die methodischen Verfahrungsweisen in den Wissenschaften teils Begrundungen, teils Hilfsverrichtungen fur Begrundungen.- 10. Die Ideen Theorie und Wissenschaft als Probleme der Wissenschaftslehre.- 11. Die Logik oder Wissenschaftslehre als normative Disziplin und als Kunstlehre.- 12. Hierhergehorige Definitionen der Logik.- Zweites Kapitel: Theoretische Disziplinen als Fundamente Normativer.- 13. Der Streit um den praktischen Charakter der Logik.- 14. Der Begriff der normativen Wissenschaft. Das Grundmass oder Prinzip, das ihr Einheit gibt.- 15. Normative Disziplin und Kunstlehre.- 16. Theoretische Disziplinen als Fundamente normativer.- Drittes Kapitel: Der Psychologismus, seine Argumente und seine Stellungnahme zu den Ublichen Gegenargumenten.- 17. Die Streitfrage, ob die wesentlichen theoretischen Fundamente der normativen Logik in der Psychologie liegen.- 18. Die Beweisfuhrung der Psychologisten.- 19. Die gewohnlichen Argumente der Gegenpartei und ihre psychologistische Losung.- 20. Eine Lucke in der Beweisfuhrung der Psychologisten.- Viertes Kapitel: Empiristische Konsequenzen des Psychologismus.- 21. Kennzeichnung zweier empiristischer Konsequenzen des psychologistischen Standpunktes und deren Widerlegung.- 22. Die Denkgesetze als vermeintliche Naturgesetze, welche in isolierter Wirksamkeit das vernunftige Denken kausieren.- 23. Eine dritte Konsequenz des Psychologismus und ihre Widerlegung.- 24. Fortsetzung.- Funftes Kapitel: Die psychologischen Interpretationen der logischen Grundsatze.- 25. Der Satz vom Widerspruch in der psychologistischen Interpretation Mills und Spencers.- 26. Mills psychologische Interpretation des Prinzips ergibt kein Gesetz, sondern einen vollig vagen und wissenschaftlich nicht gepruften Erfahrungssatz.- Anhang zu den beiden letzten Paragraphen: Uber einige prinzipielle Gebrechen des Empirismus.- 27. Analoge Einwande gegen die ubrigen psychologischen Interpretationen des logischen Prinzips. Aquivokationen als Quellen der Tauschung.- 28. Die vermeintliche Doppelseitigkeit des Prinzips vom Widerspruch, wonach es zugleich als Naturgesetz des Denkens und als Normalgesetz seiner logischen Regelung zu fassen sei.- 29. Fortsetzung. Sigwarts Lehre.- Sechstes Kapitel: Die Syllogistik in psychologistischer Beleuchtung. Schlussformeln und chemische Formeln.- 30. Versuche zur psychologischen Interpretation der syllogistischen Satze.- 31. Schlussformeln und chemische Formeln.- Siebentes Kapitel: Der Psychologismus als skeptischer Relativismus.- 32. Die idealen Bedingungen fur die Moglichkeit einer Theorie uberhaupt. Der strenge Begriff des Skeptizismus.- 33. Skeptizismus in metaphysischem Sinne.- 34. Der Begriff Relativismus und seine Besonderungen.- 35. Kritik des individuellen Relativismus.- 36. Kritik des spezifischen Relativismus und im besonderen des Anthropologismus.- 37. Allgemeine Bemerkung. Der Begriff Relativismus in erweitertem Sinne.- 38. Der Psychologismus in allen seinen Formen ein Relativismus.- 39. Der Anthropologismus in Sigwarts Logik.- 40. Der Anthropologismus in B. Erdmanns Logik.- Achtes Kapitel: Die psychologistischen Vorurteile.- 41. Erstes Vorurteil.- 42. Erlauternde Ausfuhrungen.- 43. Ruckblick auf die idealistischen Gegenargumente. Ihre Mangel und ihr richtiger Sinn.- 44. Zweites Vorurteil.- 45. Widerlegung: Auch die reine Mathematik wurde zu einem Zweige der Psychologie.- 46. Das Forschungsgebiet der reinen Logik, analog dem der reinen Mathematik, ein ideales.- 47. Bestatigende Nachweisungen an den logischen Grundbegriffen und an dem Sinn der logischen Satze.- 48. Die entscheidenden Differenzen.- 49. Drittes Vorurteil. Die Logik als Theorie der Evidenz.- 50. Die aquivalente Umformung der logischen Satze in Satze uber ideale Bedingungen der Urteilsevidenz. Die resultierenden Satze nicht psychologische.- 51. Die entscheidenden Punkte in diesem Streite.- Neuntes Kapitel: Das Prinzip der Denkokonomie und die Logik.- 52. Einleitung.- 53. Der teleologische Charakter des Mach-Avenariusschen Prinzips und die wissenschaftliche Bedeutung der Denkokonomik.- 54. Nahere Darlegung der berechtigten Ziele einer Denkokonomik, hauptsachlich in der Sphare der rein deduktiven Methodik. Ihre Beziehung zur logischen Kunstlehre.- 55. Die Bedeutungslosigkeit der Denkokonomik fur die reine Logik und Erkenntnislehre und ihr Verhaltnis zur Psychologie.- 56. Fortsetzung. Das ??????? ???????? denkokonomischer Begrundung des rein Logischen.- Zehntes Kapitel: Schluss der kritischen Betrachtungen.- 57. Bedenken mit Rucksicht auf naheliegende Missdeutungen unserer logischen Bestrebungen.- 58. Unsere Anknupfungen an grosse Denker der Vergangenheit und zunachst an Kant.- 59. Anknupfungen an Herbart und Lotze.- 60. Anknupfungen an Leibniz.- 61. Notwendigkeit von Einzeluntersuchungen zur erkenntnis kritischen Rechtfertigung und partiellen Realisierung der Idee der reinen Logik.- Anhang: Hinweise auf F. A. Lange und B. Bolzano.- Elftes Kapitel: Die Idee der Reinen Logik.- 62. Die Einheit der Wissenschaft. Der Zusammenhang der Sachen und der Zusammenhang der Wahrheiten.- 63. Fortsetzung. Die Einheit der Theorie.- 64. Die wesentlichen und ausserwesentlichen Prinzipien, die der Wissenschaft Einheit geben. Abstrakte, konkrete und normative Wissenschaften.- 65. Die Frage nach den idealen Bedingungen der Moglichkeit von Wissenschaft bzw. Theorie uberhaupt. A. Die auf die aktuelle Erkenntnis bezogene Frage.- 66. B. Die auf den Erkenntnisinhalt bezogene Frage.- 67. Die Aufgaben der reinen Logik. Erstens: die Fixierung der reinen Bedeutungskategorien, der reinen gegenstandlichen Kategorien und ihrer gesetzlichen Komplikationen.- 68. Zweitens: die Gesetze und Theorien, die in diesen Kategorien grunden.- 69. Drittens: die Theorie der moglichen Theorienformen oder die reine Mannigfaltigkeitslehre.- 70. Erlauterungen zur Idee der reinen Mannigfaltigkeitslehre.- 71. Teilung der Arbeit. Die Leistung der Mathematiker und die der Philosophen.- 72. Erweiterung der Idee der reinen Logik. Die reine Wahr scheinlichkeitslehre als reine Theorie der Erfahrungserkenntnis.- Selbstanzeige.- Textkritischer anhang.- Textunterlagen.- Zur Textgestaltung.- Textkritische Anmerkungen.- Namenregister.- Sigel und Zeichen.

Product Details

  • publication date: 31/07/1975
  • ISBN13: 9789024717224
  • Format: Hardback
  • Number Of Pages: 343
  • ID: 9789024717224
  • weight: 1430
  • ISBN10: 9024717221
  • edition: 2nd Revised edition

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